Präventionsarbeit
Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte, als zuständiger Unfallversicherungsträger für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren der Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen, hat die gesetzliche Verpflichtung, mit allen geeigneten Mitteln für die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und für eine wirksame Erste Hilfe zu sorgen (§ 14 SGB VII).
Dieser Verpflichtung kommen die Aufsichtspersonen insbesondere nach durch:
· die Beratung der Gemeinden als Träger der Feuerwehren
· die Beratung der Versicherten zu Maßnahmen zur Verbesserung sowie
· Überwachung der Durchführung der Maßnahmen zur Unfallverhütung und Gewährleistung des Gesundheitsschutzes in den Feuerwehren
Im Vordergrund der Präventionsarbeit stehen Aufklärungstätigkeiten, aber auch umfassende Besichtigungen von Feuerwehrhäusern und Beratungen zu Baumaßnahmen im Zuge von Neu-, Um- und Ausbautätigkeiten.
Beratungen und kritische Beurteilungen von geplanten Baumaßnahmen haben einen sehr hohen Stellenwert, da hier die technischen Voraussetzungen für die Unfallverhütung im Feuerwehrhaus für die Zukunft beeinflusst werden können. Die Aufsichtspersonen führen kostenfreie Bauberatungen zu Neubauvorhaben, Um- und Ausbaumaßnahmen sowohl in den Landesgeschäftsstellen, als auch vor Ort mit Vertretern der zuständigen Gemeinden und der Verwaltungsgemeinschaften, Architekten und Bauingenieuren sowie mit Feuerwehrangehörigen durch.
Die im Zusammenhang mit der Planung von Baumaßnahmen oder aber auch von Unfällen in Feuerwehrhäusern erforderlichen sicherheitstechnischen Überprüfungen von Feuerwehreinrichtungen stellen ein weiteres wesentliches Tätigkeitsfeld in der Prävention dar. Zu geringe Stellplatz- und Torgrößen, Mängel an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln, beim Betrieb von „Schlauchtürmen“ und die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten sind die häufigsten Gründe für Beanstandungen.
Bei schweren Unfällen oder unklaren Unfallhergängen werden die Aufsichtspersonen mit der Unfalluntersuchung beauftragt. Damit sollen Erkenntnisse und Anhaltspunkte für künftige Unfallverhütungsmaßnahmen und Beratungen gewonnen werden.