Fitnesstest
Fitnesssteigerung durch FUK Mitte
Der Dienst in einer Freiwilligen Feuerwehr ist eine verantwortungs-
volle ehrenamtliche Tätigkeit. Tag und Nacht stehen die Frauen und Männer der Wehren bereit, um bei Alarm sofort professionelle Hilfe leisten zu können. Die Anforderungen, die dabei an die einzelne Einsatzkraft gestellt werden, verlangen neben technischem und taktischem Wissen und Können vor allem körperliche und seelische Belastbarkeit ab. Die Entwicklung von neuen und immer perfekteren Systemen zum Schutz der Einsatzkräfte ist in den letzten Jahren wesentlich vorangeschritten. Dennoch werden Feuerwehrleute in bestimmten Situationen bis an das Limit ihrer körperlichen Leistungsreserven gefordert.
Die Belastungen von Feuerwehr-Einsatzkräften hat man in den vergangenen Jahrzehnten in verschiedenen Studien wissenschaftlich untersucht. Dabei hat man wiederholt festgestellt, dass unter Beanspruchung eines Feuerwehreinsatzes das Herz-Kreislauf-Systems extrem hohe Werte erreicht: die Herzfrequenz und die Körpertemperatur steigen sehr stark an, der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen unter der Schutzbekleidung ist enorm. Die Empfehlungen der Autoren dieser früheren Studien gehen immer in ein- und dieselbe Richtung: ein angemessener Fitnesszustand ist für Feuerwehr-Einsatzkräfte ein absolutes Muss. In Einsätzen und Übungen können Belastungen für Feuerwehrleute extrem hoch sein. Es werden ihnen dabei mitunter Dinge abverlangt, wie sie nur ein sportlich gut trainierter Mensch kompensieren kann.
Eine Möglichkeit die körperliche Fitness unter professioneller Anleitung zu steigern, bietet die FUK Mitte mit ihrer Fitnessaktion. Ziel des Fitnesstestes ist es, die Aktiven der Feuerwehren zu mehr Fitness und Gesundheit anzuregen. Damit reduzieren sie ihre Eigengefährdung und die Gefährdung der anderen Kameraden gerade bei schwierigen Einsätzen, so dass der Einsatzerfolg sichergestellt werden kann.
Der FUK Mitte Fitnesstest ist eine kostenlose sportwissenschaftliche Beratung für aktive Angehörige Freiwilliger Feuerwehren in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Auf einem Fahrradergometer wird die zu tretende Wattleistung alle 2 Minuten um 25 Watt gesteigert und dabei Pulswerte gemessen. Die Teilnehmer erhalten vor Ort eine Auswertung der bei ihnen ermittelten Werte durch die betreuenden Sportwissenschaftler. Als Vergleichswerte der Fitness wird hierbei die Atemschutztauglichkeit der Teilnehmer (Arbeitsmedizinische Untersuchung G26.3), unter konditionellem Aspekt herangezogen. Diese Werte sind die Grundlage für eine individuelle Trainingsberatung bzw. Trainingsempfehlung zur Verbesserung der eigenen körperlichen Fitness, die jeder Teilnehmer unmittelbar nach dem Test erhält. Etwa ein halbes Jahr später wird der Test wiederholt, um die Trainingserfolge zu messen.
Der erste Fitnesstest fand in den Jahren 2007/2008 für Angehörige von 33 Freiwilligen Feuerwehren Thüringens statt. Die Atemschutztauglichkeit der 88 Teilnehmer steigerte sich im Testverlauf von 48,9 auf 80,7 Prozent. Ebenso war ein Rückgang bei den bedingt atemschutztauglichen und bei bedenklich eingestuften Teilnehmern zu verzeichnen.

